Mein erster Rehbock

29. - 31. Mai 2014

Wir, Bruno und ich (Gertraud) waren bei Sepp in Landshut zur Jagd eingeladen. Das sollte die letzte Fahrt mit Raja sein, da sie in ihrer Trächtigkeit schon weit fortgeschritten ist, nun Ruhe und ihre gewohnte Umgebung braucht.

 

Am ersten Abend haben wir mit den Hunden auf einer Kanzel Platz genommen und hatten einen guten Anblick. Hasen beim Rammeln, eine Stockente beim Landen, gehört haben wir einen Kauz, einen Schwarzspecht.

 

Am kommenden Tag um 4:30 Uhr saßen wir auf einem Hochsitz, die Hunde unten angeleint. Zuerst kam eine Geis immer wieder in unser Blickfeld, mit den ersten Sonnenstrahlen dann ein alter Bock. Ganz heimlich kam er aus dem schützenden Wald. Bruno: "Den kannst schießen!" Ich: "Oh mein Gott!" Nach langem Kampf mit dem Zielfernrohr, mir und etlichen Kommentaren von Bruno hatte ich ihn breit stehen und gut im Visier und schoss. Es war ein Blattschuss, der Bock brach im Feuer. Mir war danach nicht gut. Ich war aber froh den Bock mit einem guten Schuss, ohne dass er leiden musste, erlegt zu haben. 

 

Ich bekam meinen Bruch von Bruno überreicht. Zirbl und Raja ganz aus dem Häuschen. Beute behauptend ließ Zirbl außer Bruno niemanden an den Bock. Da ist er wirklich scharf!

 

Am kommenden Tag konnte er bei einem Rehbock, erlegt von einem Jagdkollegen Sepps, nachsuchen. Das war für ihn ein Erfolgserlebnis. Dieser Bock ist trotz perfektem Schuss, hochblatt, noch weit abgesprungen. Geschossen hat Jan mit bleifreier Munition und dem Kaliber 8x57 auf ca. 120 Meter. Es stellt sich wiederrum die Frage, ob bleifreie Munition so schnell tötet, wie die bisher verwendete?